Ein Grund zum Feiern
Am 12. Oktober 2024 feierten ca. 90 Personen in Wemding den 50. Geburtstag der KEB Donau-Ries. 1974 als Katholisches Kreisbildungswerk gegründet, wurde aus dem Zusammenschluss der Mitglieder ein landkreisweites Institut, das über all die Jahre tausende Veranstaltungen in Pfarreien und Institutionen mitorganisierte. Mit einem schlichten, aber festlichen Gottesdienst, den Weihbischof Florian Wörner mit den Geladenen in der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein feierte begann das Fest. Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Die Gaben des Geistes“ und wurde in der Predigt vertieft anhand eines Wortes von M.v. Ebner-Eschenbach „Wer nichts weiss, muss alles glauben“.
Zum anschließenden Festakt in der Wallfahrtsgaststätte konnte der Co-Vorsitzende Alois Widmann neben dem Weihbischof, Stadtpfarrer Benjamin Beck, Nördlingen, Dekan Bayerle aus Weissenburg, die stellvertretende Landrätin Claudia Marb, OB David Wittner aus Nördlingen, weitere kommunale Vertreter, Markus Schütz, Abteilungsleiter der kirchlichen Bildungsarbeit im Bistum Augsburg, Frau Sigried Atzmon, Synagoge Hainsfarth und die Festrednerin Frau Professorin Dr. Gerda Riedl begrüßen.
Ein gutes Festessen sollte Dank für die anwesenden Mitglieder und ihren ehrenamtlichen Dienst in der KEB sein. In einem Dialog präsentierten die beiden gegenwärtigen Vorsitzenden Anne Ritzenberger und Alois Widmann die Geschichte der KEB seit der Gründung 1974 und verbanden sie immer wieder, zur besseren Orientierung, mit Ereignissen aus der Welt oder dem Bistum. In besonderer Weise wurden die Gründungsvorsitzenden Anton Mayer und Wilhelm Stehmann erwähnt, die über viele Jahre das Katholische Kreisbildungs-werk führten. Waren 1974 noch 38 Mitglieder dabei, so verdoppelte sich die Zahl der Pfarreien, Verbände und Institutionen bis heute, aus anfänglichen ca. 150 Veranstaltungen wurden bis in die 2000er-Jahren etwa 1000 pro Jahr. Die organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufgaben machten es notwendig eine Geschäftsführung einzuführen. Mit Frau Irmgard Riedel wurde hier vor 10 Jahren eine überaus engagierte Fachfrau gefunden. Ein großer Einbruch in der Zahl der Teilnehmer und Veranstaltungen brachte die Corona-Pandemie, so dass nun erst seit 2023 wieder Programme stattfinden können. Zumal sich in der Bildungslandschaft der KEBs Bayern durch die Digitalisierung und Privatisierung der Bildung viel verändert hat.
Diesen Aspekt und diese Herausforderungen stellte Professorin Gerda Riedl, bischöflich Beauftragte für kirchliche Bildungsarbeit der Diözese Augsburg in die Mitte ihres Festvortrages. Sie stellte den Vortrag unter ein Zitat von R. Guardini „Das Wissen nimmt zu, die Weisheit nimmt ab“. Die radikalen Veränderungen in der Kommunikation durch Digitalisierung und die Handhabung der Social Media, würden auch eine Veränderung der Erwachsenenbildung erfordern. Die Themen - und Methodenpalette müsste erweitert werden, um auch gesellschaftliche Konfliktfelder und neue menschliche Herausforderungen aufzugreifen. Grundlage und Orientierung müsste das christliche Menschenbild sein.
„Bildung ist das, was uns zutiefst und innerlich formt“, erklärte Professorin Riedl. Dafür erhielt sie großen Beifall.
Anne Ritzenberger konnte in ihrem abschließenden Dank auf einen gelungenen und anregenden Abend zurückblicken, der die KEB Donau-Ries für zukünftige Projekte motiviert hat.